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  1. Wir waren dabei - Weltjugendtag in Krakau

Wir waren dabei - Weltjugendtag in Krakau

Selig sind die Barmherzigen

Jugendstelle Cham

Ein Dreiergespann aus der Seelsorgeeinheit Lam/Lohberg ist mit dem BJA zum Weltjugendtag nach Polen gereist, um mit anderen jungen Menschen aus der ganzen Welt zu lachen, zu feiern und zu singen.

Pfarrer Ambros Trummer bedauerte es schon ein wenig, dass sich nicht mehr Teilnehmer aus der Seelsorgeeinheit Lam/Lohberg für den Weltjugendtag in Krakau angemeldet hatten. „Es handelt sich dabei um eine einmalige Möglichkeit, seinen Glauben in der großen Gemeinschaft der Weltkirche zu erfahren“, warb er im Pfarrbrief für die Fahrt. Wie sich der Seelsorger selbst schon überzeugen konnte, ist Krakau eine eindrucksvolle Touristenstadt geworden.

Weltjugendtag - ein internationales Jugendtreffen

Hinter dem Weltjugendtag (kurz: WJT) verbirgt sich ein internationales Jugendtreffen der römisch-katholischen Kirche, das vom 25. bis 31. Juli dauerte. „In der siebentägigen Wallfahrt lernten wir die ehemalige Hauptstadt Polens von einer ganz anderen Seite kennen“, fasste das Trio ihre Erlebnisse zusammen. Sie besuchten beispielsweise Katechesen, bei denen die Möglichkeit bestand, mit den Bischöfen von Regensburg, Eichstätt und Bamberg zu kommunizieren und ihnen Fragen zu stellen. Zum Ausklang feierte die Gemeinschaft tiefsinnige Gottesdienste.

Polen kennenlernen

Ein weiterer Bestandteil des Auslandsaufenthalts waren Stippvisiten in historischen Museen wie Schindler`s Fabrik. Eine Rarität war das Salzbergwerk „Wieliczka“, welches das älteste und bekannteste der Welt ist. „Mit Hilfe des Salzhandels wurden vor allem im 14. bis 16. Jahrhundert unter anderem die Kosten für den Bau der Burganlage „Wawel“ – die ehemalige Residenz der polnischen Könige in Krakau - finanziert“, wurde in Erfahrung gebracht. Dieses Bauwerk blieb den Bayerwäldlern verwehrt, weil sich der Papst selbst dort aufhielt und es infolgedessen gesperrt war. Später hatten sie das Glück, sich dem Heiligen Vater in einer Entfernung (Luftlinie) von 15 Metern zu nähern. Sehenswürdigkeiten waren nur das eine – die Kontakte das andere.

free hugs, weltweite Kontakte und Abschlussmesse

„Eigentlich dominierte überall das Zwischenmenschliche“. Wildfremde Leute lächelten sich an und fielen sich mit sogenannten „free hugs“ in die Arme. Nebenbei tauschten die verschiedenen Nationalitäten Buttons, Postkarten, Bilder und Armbänder, von denen jede Menge um das Handgelenk baumelten. „Zu jedem Gegenstand gibt es eine ganz eigene Anekdote“, erinnert man sich auch zuhause noch an diese Art der Völkerbegegnung. Bei den Eindrücken federführend war der Blonia Park, in welchem der Erzbischof von Krakau den Eröffnungsgottesdienst zelebrierte. Der Heilige Vater betete den Kreuzweg, der auch die Möglichkeit zur Buße und zur Feier des Sakraments der Versöhnung bot. Die Bayerwäldler waren in einer Schule untergebracht. Die Abschlussmesse fand auf dem Campus Misericordiae (deutsch: Feld der Barmherzigkeit), einem etwa zwölf Kilometer vom Stadtzentrum entfernten Areal statt, das für diesen Menschen-auflauf vorbereitet worden war. Dorthin machten sich die Lamer an den letzten Tagen mit cirka zwei Millionen weiteren Gläubigen auf den Weg. Am Ziel fand für alle am Samstagabend eine Gebetsnacht, die Vigil, statt.

Im Freien mit Millionen anderer Pilger schlafen

„Wir verbrachten die Nacht im Freien“, waren die Ausflügler schon beeindruckt. Am Sonntag setzte dort die Aussendungsmesse den Schlusspunkt unter eine aufregende Woche, die viele neue Erfahrungen mit sich brachte. Der Weltjugendtag fand innerhalb des von Papst Franziskus ausgerufenen heiligen Jahres der Barmherzigkeit statt. Der 2014 heiliggesprochene Papst Johannes Paul II. war von 1964 bis zu seiner Papstwahl 1978 Erzbischof von Krakau. Papst Franziskus bezeichnete ihn in einer Botschaft zum diözesanen Weltjugendtag 2014 als den „großen Patron der Weltjugendtage“, deren Initiator und geistlicher Motor er war.