Hier gibt es immer das aktuelle Programm des Lesekreises

Mo. 22.02:        „Lieblingskinderbücher“, bes. Ulrich Hub/Jörg Mühle, An der Arche um Acht

Mo. 29.(!)03.:  Maarten’t Hart, Das Wüten der ganzen Welt

Mo. 12.04.:       Herta Müller, Heimat ist das, was gesprochen wird

Mo. 10.05.:       Muriel Barbery, Die Eleganz des Igels

Mo. 28.06.:       Anthony McCarten, Superhero

Mo. 26.07.:       Friedrich Dürrenmatt, Der Richter und sein Henker

Mo. 27.09.:       Markus Zusak, Die Bücherdiebin

Mo. 25.10.:       Meg Rosoff,  Damals das Meer

Mo. 22.11.:       Bernhard Setzwein, Ein seltsames Land

Mo. 13.12.:       Lesung+Gespräch mit der Chamer Autorin Helga Rackl (angefragt) , Gedichte

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- das Jahresprogramm 2009 zum Downloaden (PDF)

Bitte eine aktuelle Veränderung beachten: Aus technischen Gründen haben wir die Themen für September und Oktober 2009 getauscht. Am Mo. 28.9. besprechen wir also von Daniel Kehlmann "Die Vermessung der Welt" und am Mo. 26.10. von Per Petterson "Pferde stehlen"!

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Eine komplette Liste der Bücher, die wir schon im Lesekreis besprochen haben, findet man hier.

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Von den Lesekreismitgliedern gesammelte Lieblingskinderbuch-Titel

Bernadette: „Varenka“

Otfried Preußler:  alle

Kirsten Boje: viele

Jutta Bauer: „Opas Engel“

Ulf Stark: „Als Papa mir das Weltall zeigte“ und „Percys Wunder“

Christine Nöstlinger: Geschichten vom Franz

Gudrun Mebs: viele

Wiltrud Roser (Chamerin!): „Das Hündchen Benjamin“

Trude de Jong: „Lola der Bär“

Roberto Piumini: „Eine Welt für Madurer“ (sehr poetisch!)

Marlis Notter: „Suleika. Ein Brotmärchen“ (wunderbar zur Erstkommunion[-vorbereitung])

Annegret Fuchshuber: Biblische Geschichten; Mäuse- und Riesenmärchen

Rotraut Susanne Berner: Wimmelbücher

Henning Mankell (als Kinderbuchautor!):  „Ein Kater schwarz wie die Nacht“

Helme Heine: viele Titel sind schön; Heine ist ein wunderbarer Autor und Illustrator zugleich; besonders zu erwähnen: „Freunde“ und „Samstag im Paradies“

Leo Leoni: „Frederick“ und „Tico und die goldenen Flügel“

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Allgemeine Lesetipps

Hier findet man eine immer wieder aktualisierte Reihe von im Lesekreis besprochenen Büchern und sonstigen Lesetipps. Und wir haben noch mehr Lesetipps. Viel Spaß bei der Lektüre!

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Lesekreis-Special: Autorenlesung mit Jutta Richter

Cham/Landkreis Die Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Cham und die Katholische Jugendstelle haben im Rahmen des Landkreis-Projektes „Vielfalt tut gut“ die bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin Jutta Richter Autorenlesungen am 13. und 14. November in Cham gewonnen.  Die Autorin, die u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde- wird dabei vor allem aus ihrem Buch "Der Tag, als ich lernte die Spinnen zu zähmen" und mit den Teilnehmenden darüber ins Gespräch kommen. Die  Neue Züricher Zeitung schreibt zu diesem Buch: „In Jutta Richters «Der Tag, als ich lernte die Spinnen zu zähmen» geht es um die fragile Freundschaft zwischen einem Knaben und einem Mädchen. Um eine Freundschaft, in der sich das soziale Umfeld mit seinen Erziehungsrealitäten spiegelt. Um Integration und Ausgrenzung. Um das «Normale» und das «Andere». Und auch um die Schnittstellen zwischen Kindheit und Erwachsensein. Sie erzählt von Freiheiten und Zwängen, von Ängsten und Freuden, von Erfahrungen mit Nähe  und Distanz und von sozialem Druck, der stärker sein kann als Freundschaft – von Verrat.“

Das Buch regt zur Auseinandersetzung über Gründe für Ausgrenzung von Menschen an. Es zeigt, wie notwendig Selbstbewusstsein und Zivilcourage sind und wie wichtig es ist, dass besonders Eltern aber auch Erzieher die ihnen Anvertrauten beim Entwickeln solcher Tugenden ermutigend, unterstützend und helfend begleiten.Die Autorin wird vormittags in den drei Gymnasien des Landkreises lesen. Eine öffentliche Lesung findet statt am Donnerstag, 13.November um 19.30 Uhr im Lesesaal der Stadtbücherei Cham. Es wird dabei ein Unkostenbeitrag von 5,-- € erhoben. Nach der Lesung steht Jutta Richter  den Zuhörern noch für Fragen und Austausch zur Verfügung. Auch Bücher der Autorin stehen zum Verkauf und werden auf Wunsch signiert. 

Die Lesung ist auch Bestandteil der Aktionsreihe „irgendwie anders – interkulturelle und interreligiöse Schatzsuche im Landkreis Cham“ . Die Teilnehmenden erhalten dabei einen Symbol-Sticker für ihre Entdeckerkarte. Damit können nach der Aktionsreihe interessante Preise gewonnen werden. Nähere Infos bei der KEB Cham unter Tel. 09971-7138  und bei der Kath. Jugendstelle unter Tel. 09971-4625

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Jede Menge neuer Tipps für Kids

Von der Kinder- und Jugendbuchhändlerin Eva Heitzer, Buchhandlung Rupprecht in Cham

 

„Unter Gauklern“ von Arnulf Zitelmann, erschienen bei Beltz<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Mit der Geschichte des einfachen Hirtenjungen Martis wird ein Stück Mittelalter lebendig. Schauplatz der Handlung ist die Gegend um Nördlingen und auch Regensburg.

Martis ist Eigentum des Klosters, denn als Neugeborenes hat man ihn vor den Klosterpforten abgelegt. Martis hat Glück, als er dem Laienbruder Kosmas zugeteilt wird, denn von Kosmas wird Martis weniger hart bestraft, als von den anderen Brüdern. Außerdem lehrt ihn Kosmas Gauklersprünge, wie Rad und Saltos, zur Körperertüchtigung. Als Martis wieder mit den Schafen auf der Weide ist, rettet er Linori, ein Zigeunermädchen, das verschleppt und missbraucht worden war, aus dem Moor. Er bringt sie zur Babelin, einer Frau, die sich auf die Heilkunst mit Pflanzen versteht, und die in der Not zu Tier und Mensch gerufen wird, aber hinter vorgehaltener Hand jedoch als Hexe verschrien wird. Tatsächlich wird sie kurze Zeit später als Hexe verbrannt, und auch Martis wird mit 40 Peitschenhieben bestraft, weil er für die Babelin Partei ergriffen hat. Daraufhin flieht Martis und schließt sich in Nördlingen den Fahrenden und Gauklern an, seine erlernten Sprünge leisten ihm dabei gute Dienste. Er trifft auch Linori wieder, die auf der Suche nach ihrer Sippe, den Roma, ist, und Martis verspricht, ihr dabei zu helfen. Gemeinsam machen sich auf den Weg nach Regensburg, denn dort treffen sich immer viele Fahrende. Tatsächlich findet Linori in Regensburg ihre Familie wieder. Martis aber schließt sich wieder den Gauklern an.

Empfohlen ab 5./6. Klasse

 

Paul Vier und die Schröders“, von Andreas Steinhöfel, erschienen bei Carlsen

Paul Vier heißt eigentlich Paul Walser, doch weil er in 4. Generation Paul genannt wird, rufen ihn alle Paul Vier. Er wohnt in einem beschaulichen Städtchen mit gepflegten Einfamilienhäusern, vor denen sauber gewaschene Autos stehen. Doch als die Schröders ins Nachbarhaus von Paul einziehen, ist es mit der Ruhe vorbei. Die spießigen Ulmenstraßenbewohner stehen Kopf, denn die Schröderkinder sind in ihren Augen nicht gerade das, was man sich unter wohlerzogenen Kindern vorstellt, sie verbreiten nur Ärger und Chaos in der Nachbarschaft. Dabei sind es immer nur unglückliche Zufälle, z.B. als die Python von Erasmus ausbüchst und den Hamster der Markowskis verspeist, die das Fass schließlich zum Überlaufen bringen, so dass die Bewohner der Straße den Schröders mit offener Feindseeligkeit und Hass gegenübertreten. Nur Paul macht bei der ganzen Sache nicht mit; er mag die Schröderkinder so wie sie sind, unverkrampft und ehrlich, nicht so verlogen und heuchlerisch wie die anderen scheinbar so tollen Familien, die gar nicht so toll sind, denn überall werden Probleme vertuscht.

Empfohlen ab 5./6. Klasse

 

Klassenspiel“, von Celia Rees, erschienen bei Carlsen

Die 13jährige Alex beobachtet mit wachsender Unruhe, was sich in letzter Zeit in der Klasse abspielt. Da ist Lauren, die Neue aus Australien, die eigentlich nichts Auffälliges an sich hat, trotzdem aber keinen Anschluss findet und von den Klassenkameraden gemieden wird. Erst wird sie nur wegen ihres Akzentes gehänselt, doch bald werden es schlimmere Schikanen, z.B. als eine Sonnenbrille in ihre Tasche geschmuggelt wird, damit es aussieht, als hätte Lauren geklaut. Alex kann nicht glauben, dass sich jetzt wiederholen soll, was vor zwei Jahren mit Michael Bailey passiert ist. Damals war Michael das Opfer solcher Übergriffe. Was mit Hänseleien begann, schlug bald in blanken Hass und Gewalt um, und ging soweit, dass die Schulgang Geld von ihm erpresste. In seiner Verzweiflung wollte Michael von einer Brücke springen, in letzter Sekunde konnte er gerettet werden. Alex macht sich deshalb immer noch Vorwürfe, denn wie so viele andere hatte auch sie nur zugesehen, war Michael nicht zu Hilfe gekommen. Deshalb schwört sich Alex, dass mit Lauren nicht dasselbe passieren soll. Sie bietet Lauren ihre Freundschaft an, und gemeinsam versuchen die Mädchen nun, sich gegen die Angriffe zur Wehr zur setzen. Schließlich will Greg, der Anführer der Schulgang, von den beiden Geld erpressen, doch mit Hilfe eines Diktiergerätes können ihn die beiden Mädchen überführen, und alles nimmt ein gutes Ende.

Empfohlen ab 7./8. Klasse

 

 

Lilly unter den Linden“, von Anne Charlotte Voorhoeve, erschienen bei Ravensburger

 

Lilly ist 13 und lebt mit ihrer Mutter und dessen Lebensgefährten Pascal in Hamburg. Ihr Vater starb, als sie noch ganz klein war. Lillys Mutter stammt eigentlich aus der DDR; mit Hilfe ihres zukünftigen Mannes flüchtete sie damals über Ost-Berlin nach Westdeutschland. Als Republikflüchtige ist natürlich eine erneute Einreise in die DDR völlig ausgeschlossen, so dass Lilly ihre Verwandten in der DDR nie kennen lernt. Das Schicksal trifft Lilly hart, als ihre Mutter an Krebs stirbt. Bei der Beerdigung taucht plötzlich die Schwester der Mutter, Tante Lena, auf und bleibt ein paar Tage bei Lilly, doch schon bald muss sie zurück in die DDR. Lilly wird daraufhin von ihrem gesetzlichen Vormund ins Internat gesteckt. Da fasst Lilly einen Entschluss: Sie will in die DDR nach Jena zu ihrer Tante und deren Familie. In Westdeutschland hält sie nichts mehr. Sie kann schließlich Pascal dazu überreden, sie nach Ost-Berlin zu fahren; von dort steigt Lilly in den Zug Richtung Jena. Ihre Ankunft bei Lena hat sich Lilly allerdings ganz anders vorgestellt, denn mit ihrer Flucht in die DDR bringt sie Lena in riesige Schwierigkeiten. Lilly gilt als Überläufer aus der BRD, noch dazu ohne Visum. Nach und nach lernt Lilly, was es heißt, in der DDR zu leben, wo ständige Überwachung durch die Stasi und Schlangestehen für ein Kilo Orangen alltäglich sind. Sie erfährt schließlich auch, dass Lena damals, als Lillys Mutter in den Westen flüchtete, von der Stasi geschnappt und für drei Jahre eingesperrt wurde, weil sie sich der Mithilfe zur Flucht schuldig gemacht hatte. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz gibt Lilly nicht auf, obwohl es noch fast zwei Jahre dauert, bis sie endlich ganz zu ihrer Familie in die DDR übersiedeln darf.

 

Empfohlen ab 7./8. Klasse

 

 

Die Warnung“, von Jürgen Banscherus, erschienen bei Arena

 

Der 14jährige Simon lebt bei seiner Mutter, hat eine Freundin und steht mit seiner Basketballmannschaft vor einem wichtigen Endspiel. Das Leben meint es gut mit ihm. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Vor dem Fotogeschäft, bei dem seine Mutter Kundin ist, macht Simon einen grausigen Fund – eine abgetrennte Hand. Kapitza, der Ladenbesitzer, verhält sich daraufhin sehr merkwürdig und warnt Simon, er solle gut auf seine Mutter aufpassen. Simon entdeckt, dass sich seine Mutter einer geheimnisvollen Sekte, der Thomasbruderschaft, angeschlossen hat. Was hat es mit dieser Sekte auf sich? Und welche Rolle spielt Kapitza dabei?

Simon findet heraus, dass der Prediger dieser Sekte das Geld der Gemeindemitglieder nicht an die Zentrale überweist, sondern damit seine horrenden Spielschulden bezahlt; und außerdem, dass Kapitza von dieser Tatsache ebenfalls weiß und den Prediger damit zu erpressen versucht. Simon merkt bald, dass zuviel Wissen gefährlich werden kann, spätestens als seine Mutter von dem Prediger entführt wird. Simon kann sie in letzter Sekunde retten.

 

Empfohlen ab 9./10. Klasse

 

 

Novemberschnee“, von Jürgen Banscherus, erschienen bei Arena

 

Lina, Jurij und Tom, 15, 16 und 17 Jahre, sitzen frierend in ihrer Hütte am Steinbruch und langweilen sich. Sie träumen davon, nach Australien zu fliegen, wo die Sonne scheint und große Abenteuer auf sie warten. Doch dazu brauchen sie Geld. Wie wäre es mit einem Banküberfall?! – Dann hätten sie genug Geld für alle. Es macht den dreien Spaß, diese verrückte Idee weiter zu spinnen. Sie besorgen sich Spielzeugpistolen, die sie schwarz lackieren und Motorradmützen. Auch wenn es ein Spiel ist, soll alles echt aussehen. Doch plötzlich – war es  ein dummer Zufall oder doch nicht, Lina weiß es im Nachhinein selbst nicht – wird aus dem Spiel bittere Realität; denn als Tom sich in der Bank umsehen will, rutscht ihm die Motorradmütze über das Gesicht, der Kassier schiebt ihm das Geld hin, und Tom nimmt tatsächlich das Geld an sich und flieht zusammen mit den beiden anderen, die draußen gewartet haben. Ein Albtraum beginnt. Nachdem Jurij ein Auto geknackt hat, fahren sie damit, bis der Tank leer ist und verstecken sich dann in einem verlassenen, halb verfallenen Ausflugslokal. Jetzt hätten sie zwar genug Geld, aber die drei sind mit der Situation völlig überfordert. Sie beschuldigen sich gegenseitig und machen sich Vorwürfe. Von der einst so innigen Freundschaft bleibt nicht mehr viel übrig. Als Lina unterwegs ist, um Vorräte zu besorgen, eskaliert ein Streit zwischen den beiden Jungs. Tom hat plötzlich eine echte Waffe, es lösen sich zwei Schüsse, der eine tötet Jurij, der andere verletzt Tom lebensgefährlich. Als Lina das Ausmaß der Katastrophe bewusst wird, stellt sie sich und ruft den Notarzt, doch auch für Tom kommt jede Hilfe zu spät.

 

Empfohlen ab 9./10. Klasse

 

 

Boot Camp“, von Morton Rhue, erschienen bei Ravensburger

 

Connor ist sich keiner Schuld bewusst. Er liebt Sabrina und es ist ihm egal, dass sie zehn Jahre älter und seine Lehrerin ist. Doch für die Eltern des 16-jährigen, Firmeninhaber und gesellschaftlich etabliert, ist diese Beziehung völlig inakzeptabel und ein weiteres Zeichen für Connors Aufmüpfigkeit und seine Ablehnung gesellschaftlicher Normen. Sie stecken Connor gegen seinen Willen in ein Boot Camp, ein Umerziehungslager für Jugendliche unter 18. Connor ahnt ziemlich schnell, worauf es in diesem Lager ankommt: „Du kommst hier nicht raus, wenn du ihnen vorspielst, was sie haben wollen. Du kommst hier erst raus, wenn du bist, was sie haben wollen.“ Sprechen darf man nur, wenn man dazu aufgefordert wird. Im Laufe des Aufenthalts kann man sich von Stufe eins auf Stufe sechs hocharbeiten. Beim kleinsten Vergehen fällt man allerdings auf eine niedrigere Stufe zurück. Jeder Insasse ist einer Kleingruppe mit eigenem Aufpasser zugeteilt. Dieser Aufpasser kann nach Belieben jeden in der Gruppe psychisch und körperlich schikanieren und demütigen. Connor als Neuling ist natürlich bevorzugtes Opfer seines Aufpassers. Zur Einstimmung wird Connor gleich für zwei Tage auf die Isolierstation verbannt, wo er gezwungen wird, ununterbrochen mit dem Gesicht nach unten auf dem blanken Fußboden zu liegen. Bei der verschärften Version auf der IS kommen Tritte, Schläge und Verdrehen der Gliedmaßen hinzu, wichtig dabei ist, keine Spuren zu hinterlassen, damit man den Mitarbeitern keine Misshandlung vorwerfen kann.

Connor gelingt dann tatsächlich die Flucht zusammen mit zwei anderen, doch Connor wird geschnappt, nachdem er – seinem Gewissen folgend – zweien seiner Verfolger das Leben rettet. Als Connor ins Camp zurückgebracht wird, geht er buchstäblich durch die Hölle. Er wird mehrmals brutal zusammengeschlagen – die Vorschrift, keine Spuren zu hinterlassen, ist außer Kraft gesetzt – und auf übelste Weise schikaniert. Nach ein paar Wochen sind die meisten seiner Wunden verschwunden, aber auch alles was zum „alten“ Connor gehörte. Endlich haben sie Connor so weit, er tut nicht nur alles, was sie wollen, er denkt auch, wie sie es wollen.

 

Empfohlen ab 9./10. Klasse

 

 

Worüber keiner spricht“, von Allan Stratton, erschienen bei dtv

 

Chanda ist 16, lebt in einer kleinen Stadt in Afrika und hat ihre Träume. Sie will den Schulabschluss machen und dann studieren, vielleicht sogar mit einem Stipendium im Ausland. Doch die Realität sieht ganz anders aus: Gerade ist ihre kleine Schwester mit eineinhalb Jahren gestorben, schon seit der Geburt ist sie ständig krank gewesen. Chandas Stiefvater ist dem Alkohol verfallen und klaut sogar die letzten Geldreserven, mit denen der Bestatter bezahlt werden sollte. Die Mutter von Chanda ist krank vor Trauer und Sorge. Chanda bleibt nichts anderes übrig, als von der Schule daheim zu bleiben, denn sie muss sich um ihre beiden anderen Geschwister und den Haushalt kümmern. Der Mutter wird alles zuviel. Auch um ihre beste Freundin Esther macht sich Chanda große Sorgen. Gerade sind Esthers Eltern gestorben, angeblich an TBC und Krebs. Esthers Geschwister sind nun bei Verwandten, doch Esther will sie zurück haben – ihre einzige Familie, die sie noch hat. Doch dafür braucht sie Geld, und dieses Geld beschafft sie – Chanda ahnt es – indem sie auf den Strich geht. Überall sterben die Leute, nicht nur in Chandas und Esthers Familie. Die Friedhöfe sind voll. Offiziell sterben die Leute an Lungenentzündung oder Krebs, doch in Wahrheit sterben sie an AIDS, aber keiner spricht darüber. Wenn man damit in Verbindung gebracht wird, verliert man den Job, bringt Schmach über die Familie und wird deshalb von der Familie verstoßen. Also schweigt man. Als auch Chandas Stiefvater stirbt und die Mutter ernsthaft erkrankt, wird Chandas böse Ahnung zur traurigen Gewissheit: Auch Chandas Mutter hat AIDS. Die Mutter leugnet es und fährt zu Verwandten aufs Land, angeblich, um diese endlich wieder zu besuchen, aber in Wahrheit, um dort heimlich zu sterben. Als Chanda die Absichten der Mutter durchschaut, holt sie die todkranke Mutter heim. Ihr ist es egal, was die Nachbarn reden, mit ihrem mutigen Handeln schreit Chanda allen die Wahrheit ins Gesicht und macht damit all den Lügen und dem Versteckspielen ein Ende.

 

Empfohlen ab 9./10. Klasse

 

 

 

 

 

 

Karl-Heinz Otts „Endlich Stille“ im Lesekreis

Cham/Landkreis. Am kommenden Montag, den 17. September trifft sich um 20:00 Uhr in der Klostermühle Altenmarkt wieder der offene Lesekreises der Katholischen Jugendstelle und der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Cham (KEB). Thema ist diesmal mit „Endlich Stille“ eine aktuelle Erzählung von Karl-Heinz Ott.

 

„Zugegeben, die Erzählung ist etwas überdreht und letztlich grotesk. Und doch beleuchtet sie ein allzu weit verbreitetes menschliches Phänomen: Die Unfähigkeit, nein sagen zu können“, so Christian Heitzer, Kirchlicher Jugendpfleger im Landkreis Cham und Moderator des Lesekreises. Und er meint weiter: „Veranschaulicht wird dieses Phänomen an einem namenlosen Baseler Professor für Philosophie, der eine zufällige Bekanntschaft nicht mehr los wird und erlebt, wie der vorgebliche Musiker Friedrich sich nicht nur in seiner Wohnung, sondern in seinem ganzen Leben einnistet. Seine Unfähigkeit dieser Situation Herr zu werden endet damit, dass er für die Entledigung des ungebetenen Gastes nur noch eine Möglichkeit sieht: zum Äußersten zu gehen. Das Buch ist sehr spannend und die 200 Seiten lesen sich flott. Und sie geben reichlich Anlass, über eigene Marotten und (Un-)Fähigkeiten nachzugrübeln.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

 

Eingeladen sind alle Interessierten gleich welchen Alters. Weitere Informationen zum Lesekreis gibt es beim Kirchlichen Jugendpfleger Christian Heitzer in der Katholischen Jugendstelle Cham, Klosterstr. 13, 93413 Cham, Tel.: 09971/4625, email: cham@jugendstelle.de und auf der Homepage www.jugendstelle-cham.de.

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„Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen“ im Lesekreis

Cham/Landkreis. Nicht wir geplant am Montag, den 23. sondern erst am 30.Juli trifft sich um 20:00 Uhr in der Klostermühle Altenmarkt wieder der offene Lesekreises der Katholischen Jugendstelle und der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Cham (KEB) statt. Thema sind diesmal „Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen“, ein Roman von Mitch Albom.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

An seinem 83. Geburtstag kommt Eddie bei einem tragischen Unfall ums Leben. Im Jenseits begegnet er fünf Menschen, die in seinem Leben jeweils eine entscheidende Rolle gespielt haben. In einer interessant gemachten Rückschau auf seine persönliche Geschichte lehren sie ihn, sich mit seinem Schicksal zu versöhnen und zeigen ihm den verborgenen Sinn in einem nur scheinbar bedeutungslosen Dasein.

Mitch Albom hat mit »Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen« ein Buch vorgelegt, das auf sehr  unterhaltsame Weise mit der Frage nach dem Sinn des Lebens umgeht. Diese zeitlose und kluge Geschichte spendet Trost und lässt hoffen in einer ungemütlichen, an Äußerlichkeiten orientierten Zeit.

Eingeladen sind alle Interessierten gleich welchen Alters. Weitere Informationen zum Lesekreis gibt es beim Kirchlichen Jugendpfleger Christian Heitzer in der Katholischen Jugendstelle Cham, Klosterstr. 13, 93413 Cham, Tel.: 09971/4625, email: cham@jugendstelle.de und auf der Homepage www.jugendstelle-cham.de.

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Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ im offenen Lesekreis

Cham/Landkreis. Am kommenden Montag, den 21. Mai trifft sich um 20:00 Uhr in der Klostermühle Altenmarkt wieder der offene Lesekreises der Katholischen Jugendstelle und der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Cham (KEB) statt. Besprochen wird diesmal die berühmte „Traumnovelle“ von Arthur Schnitzler.

Die "Traumnovelle" bewegt sich zwischen Bewusstem und Unbewusstem, zwischen Traum, Fantasie und Wirklichkeit. Unverkennbar griff Arthur Schnitzler in dieser an mehrdeutigen Bildern reichen Erzählung auf, was er von Sigmund Freud über den Traum und das Unbewusste erfahren hatte. Obwohl Arthur Schnitzler eher sachlich und distanziert schreibt, veranschaulicht er sehr genau sowohl die Motive als auch die psychologische Entwicklung des Protagonisten, und es gelingt ihm zugleich, der "Traumnovelle" eine geheimnisvolle, teilweise surreale Atmosphäre zu geben. Die Novelle ist mit nicht einmal 100 Seiten schnell gelesen und ermöglicht deshalb auch Spätentschlossenen noch beim Lesekreis dabei zu sein.

Die Handlung der Novelle wurde übrigens1999 in dem Film „Eyes wide shut“ von Stanley Kubrick in das New York des ausgehenden 20.Jahrhunderts versetzt. In den Hauptrollen spielten Nicole Kidman und Tom Cruise.

Eingeladen sind alle Interessierten gleich welchen Alters. Weitere Informationen zum Lesekreis gibt es beim Kirchlichen Jugendpfleger Christian Heitzer in der Katholischen Jugendstelle Cham, Klosterstr. 13, 93413 Cham, Tel.: 09971/4625, email: cham@jugendstelle.de und auf der Homepage www.jugendstelle-cham.de.

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Thomas Manns „Der Tod in Venedig“ im Offenen Lesekreis

Cham/Landkreis: Am Montag, den 19.März trifft sich wieder der Offene Lesekreis der Katholischen Jugendstelle und der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Cham (KEB) um 20:00 Uhr in der Klostermühle Altenmarkt. Diesmal geht es um die vielleicht berühmteste Erzählung von Thomas Mann „Der Tod in Venedig“.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Zunächst scheint es eine weithin bekannte Geschichte zu sein, von der nicht mehr viel Neues zu erwarten ist. Geschrieben 1911 entsteht sie jedoch an einem Wendepunkt von Manns Einstellung zu seinem eigenen literarischen Schaffen. In der Erzählung relativiert er den bekannten Gegensatz zwischen "Künstler" und "Bürger", der sein Frühwerk dominiert. Vielmehr zeichnet er, in dem für ihn charakteristischen Sprachstil, das "Porträt des Künstlers als alter Mann", und eigentlich hätte Goethes Altersliebschaft zu Ulrike von Levetzow (der wir die „Marienbader Elegie“ verdanken), das Modell für die Erzählung abgeben sollen. Mann entschied sich aber gegen das Thema Goethe und stellt den Dichter „Gustav v. Aschenbach“ in den Mittelpunkt, der unbestreitbar autobiographische Züge trägt. Dieser ist erfolgreich, aber unzufrieden, allen Mitteln seiner Kunst gewiss und eben deshalb ausgelaugt und ausgebrannt. Er kann sich mit seinem Werk, seiner Arbeitsweise, seinem gesamten Leben nicht mehr identifizieren und kämpft deshalb (zeitweise) umso entschiedener gegen diese Identitätsdiffusion an. Anhand dieser Figur kommt Nietzsches Wagner-Kritik, stärker aber noch dessen Unterscheidung des Apollinischen und des Dionysischen zum Ausdruck.

An Aschenbach, dem gefeierten, arbeitsamen, tüchtigen und vorbildlichen Erfolgsautor, nagt erheblicher Selbstzweifel, und in diesem labilen Zustand verfällt er mehr und mehr dem reflexionslosen, dionysischen Rausch des „Erlebnisses“ - eine Geschichte der "Lebenswende", neudeutsch der "mid-life-crisis", die die Frage nach dem Sinn des Lebens konsequent in einen Strudel von Gegensätzen stellt, die jeweils Extrempositionen markieren: dionysischer Rausch und apollinische Ordnung, sinnlich-verführerischer Orient und vernünftig strukturierter Okzident, reflexive Selbsterkenntnis und bewußtlose Selbstaufgabe, Venedig und Lido, Meer und Festland, Traum und Wirklichkeit - zwischen diesen und vielen anderen Polen (in aussagekräftigen Symbolen von Mann fein herausziseliert, zum Teil auch ironisch gebrochen) oszilliert Aschenbach, um schließlich zu „sterben“.

Thomas Manns Kenntnis der Mythologie (ein Schmankerl für sich: der „Totentanz“ der leitmotivisch die gesamte Erzählung durchzieht), der griechischen Philosophie, der sich eben entwickelnden Psychoanalyse macht aus der kleinen Erzählung eine fundamental basierte, ebenso kunstvolle wie reflexive Bestandsaufnahme des modernen, aufgeklärten Bewußtseins und regt so zum eigenen Nachdenken an.

Eingeladen sind alle Interessierten gleich welchen Alters. Weitere Informationen zum Lesekreis gibt es beim Kirchlichen Jugendpfleger Christian Heitzer in der Katholischen Jugendstelle Cham, Klosterstr. 13, 93413 Cham, Tel.: 09971/4625 und auf der Homepage www.jugendstelle-cham.de.

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"Hüter der Erinnerung" im Lesekreis

Cham/Landkreis: Am Montag, den 26.Februar trifft sich wieder der Offene Lesekreis der Katholischen Jugendstelle und der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Cham (KEB) um 20:00 Uhr in der Klostermühle Altenmarkt. Diesmal geht es um ein Jugend-Buch, dessen Thematik aus dem Science-Fiction-Thriller Equilibrium bekannt ist: Lois Lowrys „Hüter der Erinnerung“.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Beeindruckend originell greift Lowry in ihrem Jugendbuch die von vielen gestellte Frage nach einer idealen Gesellschaft auf und macht daraus eine phantasievolle Geschichte. Der 12 jährige Jonas wächst mit seiner Familie in einer konfliktfreien Welt auf. Der Ältestenrat kontrolliert das Leben jedes Einzelnen, so gibt es keine Ängste, keine Sorgen, keine Träume, keine Kriege, keine Not. Alles ist geregelt und die Menschen sind glücklich und zufrieden. Jedes Jahr findet eine Zeremonie statt, bei der Kinder ihre Namen, ihre Eltern, ihre Berufe, ihre Kleidung – die natürlich einheitlich ist – und vieles mehr zugeteilt bekommen. Jonas wird für das Amt des Hüters der Erinnerung erwählt – das höchste Amt der „Gemeinschaft“ mit vielen Privilegien: Er darf als Einziger wissen, wie es außerhalb der Gemeinschaft zugeht bzw. wie es früher war, wo es noch Kriege, Gefühle, Elend und Freiheit gab. Im Lauf der Geschichte kommen ihm Zweifel, ob vielleicht eine Welt mit Armut und Gefühlen, mit persönlichen Entscheidungen und in Freiheit besser ist als eine Welt mit Perfektion und Kontrolle.

Ein hochpolitisches Buch, das kritisch staatliche Rundumüberwachung beäugt.

Eingeladen sind alle Interessierten gleich welchen Alters. Weitere Informationen zum Lesekreis gibt es beim Kirchlichen Jugendpfleger Christian Heitzer in der Katholischen Jugendstelle Cham, Klosterstr. 13, 93413 Cham, Tel.: 09971/4625 und auf der Homepage www.jugendstelle-cham.de.

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Das neue Jahresprogramm des offenen Lesekreises im Landkreis Cham. "Lesen ist wie der Blick in einen Spiegel"

Cham/Landkreis. Für das Jahr 2007 haben die Organisatoren des Offenen Lesekreises wieder 11 interessante Themen bzw. Bücher ausgewählt. Kürzlich hatten die Katholische Jugendstelle Cham und die Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Cham (KEB) zum ersten Treffen des Jahres eingeladen. Thema des Abends war Pascal Merciers Roman „Nachtzug nach Lissabon“– die Geschichte des faszinierenden Ausbruchs eines leidenschaftlichen Lehrers aus seinem festgefahrenen Leben und der Suche nach einem anderen Leben anhand der Spuren eines portugiesischen Intellektuellen.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Einen weiteren Querschnitt durch verschiedene Epochen und Genres bietet das neue Jahresprogramm des offenen Lesekreises. „Anhand von Romanen und Erzählungen eines Thomas Mann und eines Arthur Schnitzler oder eines Klassikers wie ‚Der letzte Mohikaner’ von James Fenimore Cooper, mit Jugendromanen und dem Thema ‚Tod/Trauer’ wird das Lesen und das gemeinsame Gespräch darüber wieder zu einem intensiven Blick in den Spiegel werden“, so Christian Heitzer, der Kirchliche Jugendpfleger und Leiter des offenen Lesekreises im Landkreis Cham. „Lesen ist nicht wie etwa Fernsehen ein bloßes Konsumieren von Geschichten, sondern eine aktive Auseinandersetzung mit der Geistesgeschichte und den Fragen des menschlichen Lebens: Wer bin ich? Was glaube ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Der Leser/die Leserin spielt so auf verschiedene Weisen auch immer selbst eine Rolle in der Geschichte, die erzählt wird“, so Heitzer weiter. „Der gemeinsame Austausch nach der Lektüre bringt nicht nur manche Klärungen, sondern eröffnet die Vielfalt der Perspektiven auf das Gelesene und schafft Raum, mit den Helden der Erzählung auch das eigene Leben und die eigenen Positionen zur Sprache zu bringen.“ Insofern seien es oft erst die Treffen im Lesekreis, die es ermöglichen, den ganzen Schatz, der in den Büchern liegt, zu heben, so der Kirchliche Jugendpfleger.

Ort der Treffen ist die Klostermühle Altenmarkt. Eingeladen sind alle Interessierten gleich welchen Alters. Weitere Informationen zum Lesekreis gibt es beim Kirchlichen Jugendpfleger Christian Heitzer an der Katholischen Jugendstelle Cham, Klosterstr. 13, 93413 Cham, Tel. 09971/4625 und auf der Homepage der Jugendstelle www.jugendstelle-cham.de.

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Die Welt ist klein. Martin Sutors Roman „Small world“ im Lesekreis

Cham/Landkreis. Am kommenden Montag, 20.November, 20h, trifft sich wieder der offene Lesekreis der Katholischen Jugendstelle und der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Cham (KEB). Thema des Abends wird Martin Suters Roman „Small world“ stehen – die wunderbare Verknüpfung einer Krankengeschichte (Alzheimer) und einer Kriminalstory inmitten einer schweizer Industriellenfamilie.

„Erst sind es Kleinigkeiten: Konrad Lang, Mitte Sechzig, stellt aus Versehen seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergisst er den Namen der Frau, die er heiraten will. Je mehr Neugedächtnis ihm die Krankheit – Alzheimer – raubt, desto stärker kommen früheste Erinnerungen auf. Und das beunruhigt eine millionenschwere alte Dame, mit der Konrad seit seiner Kindheit auf die ungewöhnlichste Art verbunden ist.“ So heißt es in der Buchvorstellung des Verlages.

Der viel beachtete schweizer Autor Martin Sutor ist ein Spezialist für genau recherchierte Romane in der „Upper-Class“. Darüber hinaus ist er ein Meister der Verbindung von (psychologischer) Kriminalgeschichte und Gesellschaftsanalyse. Dabei erzählt er sprachlich präzise und baut tragikomische Stimmungen auf. Sein Buch „Small world“ ist wunderbar leicht zu lesen und lässt Leserin und Leser doch mit großem Gewinn zurück.

Ort des Treffens am kommenden Montag, 20.November, 20h, ist wieder die Klostermühle Altenmarkt. Eingeladen sind wie immer alle Interessierten gleich welchen Alters. Weitere Informationen zum Lesekreis gibt es beim Kirchlichen Jugendpfleger Christian Heitzer an der Katholischen Jugendstelle Cham, Klosterstr. 13, 93413 Cham, Tel. 09971/4625 und auf der homepage der Jugendstelle www.jugendstelle-cham.de.

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Der Böse und der Gute in ein und demselben Menschen. „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ im Lesekreis

Cham/Landkreis. Am kommenden Montag trifft sich wieder der offene Lesekreis der Katholischen Jugendstelle und der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Cham (KEB). Im Mittelpunkt wird dabei die berühmte Novelle „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ von Robert Louis Stevenson  stehen.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Robert Louis Stevenson, geb. 1850, hat - obwohl schon mit 46 Jahren verstorben – ein umfangreiches Werk hinterlassen. Das berühmteste darin ist wohl „Die Schatzinsel“. Und doch hatte gerade „Der seltsame Fall (the strange case) des Dr.Jekyll und Mr.Hyde“, wie der Originaltitel lautet, vielleicht ein noch größere Wirkungsgeschichte entfaltet. Gleichwohl aus einer fernen Zeitepoche stammend sind diese 100 Seiten sehr flüssig und spannend wie ein Krimi zu lesen. Im Mittelpunkt der Novelle steht die moralphilosophische Frage, wie man angemessen mit dem ‚bösen Ich’ in einem selbst umgeht – und ob man es (wenn auch vielleicht nur in Form des schlechten Gewissens) ggf. loswerden kann. Diese Frage hat die Menschen jeder Zeit beschäftigt, wenngleich in jeder Epoche unter anderen Vorzeichen. Im Zeitalter der „Postmoderne“, der „anderen“ oder „zweiten“ Moderne wie Forscher unsere Zeit bezeichnen, verhält es sich nicht anders. Insofern darf man sich auf einen kurzweiligen Abend freuen!

Ort des Treffens am kommenden Montag, 23.Oktober, 20h, ist wieder in der Klostermühle Altenmarkt. Eingeladen sind wieder alle Interessierten gleich welchen Alters. Weitere Informationen zum Lesekreis gibt es beim Kirchlichen Jugendpfleger Christian Heitzer an der Katholischen Jugendstelle Cham, Klosterstr. 13, 93413 Cham, Tel. 09971/4625 und auf der homepage der Jugendstelle www.jugendstelle-cham.de.

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Nach Max Frisch und Ingeborg Bachmann nun C.S. Lewis im Lesekreis

Cham/Landkreis. Am kommenden Montag trifft sich wieder der offene Lesekreis der Katholischen Jugendstelle und der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Cham (KEB). Bei den letzten beiden Treffen standen nach Heine und Nietzsche mit Frisch und Bachmann weitere namhafte deutschsprachige Autoren des 20.Jahrhunderts auf dem Programm. Nun geht es um einen wahrhaft „teuflischen“ Briefwechsel des berühmten englischen Philosophen und Schriftstellers C.S. Lewis.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Im Juni hatte sich der Lesekreis aus aktuellem Anlass – rechtsextreme Umtriebe in Cham und die große Friedenskundgebung als Antwort – Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ vorgenommen. Dabei wurde deutlich wie wertvoll und aktuell dieses Stück des Schweizers bis heute ist. Zur Sprache kam auch, wie Frisch seine eigenen Unzulänglichkeiten bzgl. der politischen und geschichtlichen Vorgänge thematisiert. Mit -  dem Hörspiel „Der gute Gott von Manhattan“ von Ingeborg Bachmanns –viele Jahre übrigens Frischs Lebensgefährtin – hatten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Treffens vom Juli einen schweren Brocken vorgenommen. Um so wertvoller war es dann, aufgrund der Anfragen aus dem Stück die Frage nach einem „gelingenden Leben“ zu diskutieren.

Beim nächsten Treffen am kommenden Montag, 18.September, 20h, wieder in der Klostermühle Altenmarkt, steht nun C.S.Lewis’ „Dienstanweisung für einen Unterteufel“ auf dem Programm. In Nordirland geboren war Clive Staples Lewis (1898-1963) ab 1954 Professor für englische Literatur in Cambridge. Neben exzellenten theologischen Büchern hat er Fantasieliteratur (z.B. die „Narnia“-Sagen) geschrieben, mit der er einem breiten Publikum bekannt wurde. Kaum einem bekannten Genre zuzurechnen sind die zu besprechenden „Screwtape Letters“, wie der schlichte Originaltitel lautet. Die 31 Briefe also des höllischen Unterstaatssekretärs Screwtape an seinen unerfahrenen Neffen Wormwood bilden einen „regelrechten Fernkurs in der Kurs der Menschenführung“, dessen Ziel es ist, „einen jungen englischen Gentleman auf die schiefe Bahn zu bringen“, wie es in der Buchvorstellung heißt. Neben einem echten Lesevergnügen gewährt das Buch einen interessanten Einblick in zentrale philosophisch-theologische Positionen.

Eingeladen sind alle Interessierten gleich welchen Alters. Weitere Informationen zum Lesekreis gibt es beim Kirchlichen Jugendpfleger Christian Heitzer an der Katholischen Jugendstelle Cham, Klosterstr. 13, 93413 Cham, Tel. 09971/4625 und auf der homepage der Jugendstelle www.jugendstelle-cham.de.

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Nach Heine nun Nietzsche Thema im offenen Lesekreis

Cham/Landkreis. Am kommenden Montag trifft sich wieder der offene Lesekreis der Katholischen Jugendstelle und der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Cham (KEB). Das letzte Treffen war ganz im Zeichen von Heinrich Heine und seiner Versdichtung „Deutschland. Ein Wintermärchen“ gestanden. Beim nächsten Treffen steht eine nicht weniger berühmte Persönlichkeit der deutschen Geistesgeschichte im Mittelpunkt: Friedrich Nietzsche.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

 

Lebhafte Diskussionen hatte die Lektüre von Heinrich Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“ bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer des letzten Lesekreises der Katholischen Jugendstelle und der KEB erzeugt. Dabei war es unter anderem um das schwierige Verhältnis der Deutschen zu ihrem Land gegangen, mehr aber noch um die Frage, wie man es denn selber mit dem „Vaterland“ hält: Fühlen wir uns heute als Deutsche oder in diesen Breitengraden mehr als Bayern? Fühlen wir uns als Europäer? Haben wir ein gespaltenes Verhältnis zu jeglichem Patriotismus?  -  Die Erfahrung des Weltjugendtages in Deutschland im Sommer letzten Jahres hatte gezeigt, dass viele junge Menschen aus aller Welt friedlich zusammen sein konnten, während sie gleichzeitig bisweilen fanatisch ihre nationalen Lieder skandierten und ihre Fahnen schwenkten.

 

Eine andere kontrovers diskutierte Frage war die, ob Heinrich Heines Leben und Werk als gelungen betrachtet werden kann, oder ob Heine selbst letztlich von seinem Leben enttäuscht gewesen sein mag oder gar als gescheitert empfunden werden muss. Auch die Thematik Pressefreiheit/Zensur spielt in Heines Werk eine ausdrückliche Rolle. Bezogen auf den Streit um die Mohamedkarikaturen ergab sich erneut der Querverweis zu einer gegenwärtig sehr brisanten Problematik. Überhaupt bot Heines Versdichtung ungewöhnlich viele Anknüpfungspunkte zu aktuellen politischen Fragestellungen und Fragen unserer Zeit und Gesellschaft.

 

Beim nächsten Treffen am kommenden Montag, 20.März, 20h, wieder in der Klostermühle Altenmarkt steht eine Person von noch größerer Wirkungsgeschichte im Mittelpunkt: Friedrich Nietzsche. Besprochen wird die Vorrede aus seinem wohl bekanntesten Werk „Also sprach Zarathustra“ und der biographische Roman „Und Nietzsche weinte“ des amerikanischen Autors Irvin D. Yallom. Die Erzählung des emeritierten Professors für Psychiatrie spielt im Wien des ausgehenden 19.Jahrhunderts. In der Buchbeschreibung heißt es zum Inhalt: „Die selbstbewusste junge Russin Lou Salomé drängt den angesehenen Arzt Josef Breuer, dem suizidgefährdeten Friedrich Nietzsche zu helfen und ihn von seiner zerstörerischen Obsession für sie zu kurieren. Breuer willigt ein und unterzieht Nietzsche einer neuartigen Heilungsmethode, deren Ausgang für beide unerwartet ist.“ Eine interessante, niveauvolle und spannende Lektüre ist also garantiert. Diese vorausgesetzt wird es auch am kommenden Montag sicher wieder zu lebhaften Diskussionen kommen. Eingeladen sind alle Interessierten gleich welchen Alters. Weitere Informationen zum Lesekreis gibt es beim Kirchlichen Jugendpfleger Christian Heitzer an der Katholischen Jugendstelle Cham, Klosterstr. 13, 93413 Cham, Tel. 09971/4625 und auf der homepage der Jugendstelle www.jugendstelle-cham.de.

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Ein Lesekreis-spezial...

... fand am Montag den 16.01. um 19.30 Uhr in den Räumlichkeiten der Jugendstelle statt.

Gelesen wurde das bekannte Märchen "Die Schneekönigin" vom nicht weniger bekanntem Dänischen Autor Hans Christian Anders.Die Referentin Anna Frisch, gelernte Grundschullehrerin und angehende Familienterapheutin, las und deutete das Märchen.

Sie ließ die rund 25 Teilnehmer auch praktisch "am Märchen" arbeiten.

Der nächste Lesekreis findet am Montag den 20.02 statt. Dann steht er ganz unter dem Thema "Deutschland. Ein Wintermärchen" von Heinrich Heine

 

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